svenburow

EDº1

Jahr: 2021 – 2022
Gedruckte Schrift: Futura Std, Linotype
Konzept / Umsetzung: Felix Zoberst, Sven Burow
Dozenten: Thomas Wirtz, Frédéric Wiegand
Technische Unterstützung: Peter Thoma, Frédéric Wiegand

ED°1 Visual

„[…] Das Verhalten ephemerer Stoffe bietet in jedem Moment einen neuen ästhetischen Eindruck, der auf identische Weise nicht reproduzierbar ist. Ob Nebel, Wind, Wasser oder Feuer; ein komplexes System verschiedenster Parameter sorgt dafür, dass die Betrachter٭†innen den nächsten Veränderungsmoment, die nächste Abzweigung nicht voraussehen können und als zufällig deuten. Der Wandel unterschiedlichster Substanzen und die Analyse des festen und stabilen Regelwerks, das immer wieder flüchtige und instabile Zustände von Form, Farbe und Struktur hervorruft, wurden in diesem Seminar mit dem Ziel untersucht, die stetig der Neuordnung unterworfene Gestalt der Stoffe als szenografische Ausdrucksform auf multisensorischer Ebene zu nutzen.[…]“

Thomas Wirtz, 2021

erste Provisorische Konstruktion

späterer Aluexperimentierrahmen

Auf der Suche nach Ideen und einem Thema, beschränkten wir uns (um uns selbst ein Anwendungsbeispiel zu geben) größtenteils auf Zeichen und Glyphen. Wir untersuchten, wie wir diese ephemeren Bedingungen aussetzen und somit einen generativen Gestaltungsansatz ableiten könnten. Wir starteten Versuche in unterschiedlichste Richtungen, bis wir die auflösende Wirkung von Aceton (unter anderem enthalten in Nagellackentferner) für uns entdeckten.

In Verbindung mit Laserdruck-Fotoabzügen von DM oder der Reaktion mit unterschiedlichsten Substanzen erschlossen sich uns die unterschiedlichsten Kompositionen und Bewegungen, die wir von Anfang an mit professionellen Equipment in unsere Festplatten brannten, um so wenig Ergebnisse wie möglich zu verpassen. Während des Gestaltungsprozesses fiel uns sehr deutlich auf, wie unglaublich viele Faktoren das Ergebnis eines chemischen Prozesses beeinflussen, die es nahezu unmöglich machen, gleiche oder ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Dies fing schon damit an, dass wir im DM-Markt unachtsamer Weise während des Prozesses mit zwei verschiedenen Druckautomaten arbeiteten. 

Während des Gestaltungsprozesses fiel uns sehr deutlich auf, wie unglaublich viele Faktoren das Ergebnis eines chemischen Prozesses beeinflussen, die es nahezu unmöglich machen, gleiche oder ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Dies fing schon damit an, dass wir im DM-Markt unachtsamer Weise während des Prozesses mit zwei verschiedenen Druckautomaten arbeiteten.

Neben der Beschäftigung mit Aceton arbeiteten wir viel mit der ephemeren Wirkungsweise von Frequenzen bezogen auf Stoffe unterschiedlichster Festigkeit und Viskosität. Durch Frequenzen, ausgestoßen von diversen Speaker Typen, gelang es uns Flüssigkeiten in Bewegung zu setzen. Durch die Entstehung von Wellen können wir das Licht „unkontrolliert“ brechen lassen, Konturen sowie Kanten verlieren in den Aufnahmen ihre Starre und fangen an sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewegen.

Aufnahmen: Beispielexperiment 1

Aufnahmen: Beispielexperiment 2

Aufnahmen: Beispielexperiment 3

verwandte Projekte:

Dokumentation ED°1

Im Wandel der Stoffe